16.09.2014

Ohne Worte

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"Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können." - Konfuzius


Meistens hilft sie mir die Socken zusammenzulegen indem sie die Paare findet die ich dann zusammenstecke. Sie hat mir beim Zusammenstecken immer gerne zugeschaut, aber ich sagte ihr nicht, wie das geht, sondern machte lieber langsamere und deutlichere Bewegungen.


Gestern hat sie es dann selbst ausprobieren wollen und versuchte es gleich mit mehreren Socken so lange, bis ihr es gelang, ein Sockenpaar zusammenzustecken. Sie schrie mit einem breiten Lächeln im Gesicht auf: "Schau, Mama! Ein Sockenball!" und steckte gleich auch die restlichen Socken zu Bällen zusammen.


Ich weiß, es wirkt banal, für sie war das allerdings eine ganz große Sache.


12.09.2014

Bücher, die wir lesen

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In den letzten Tagen hat es uns Mädels ordentlich erwischt. Wir hüteten mit hohem Fieber mal die Couch, mal das Bett und verbrachten neben dem Schlafen viel Zeit mit unseren allerliebsten Büchern.


Im Buchkorb meiner Tochter liegt seit einigen Wochen das Buch Der Wolf aus der Rieder Tierkinderbücher-Serie. Eine Geschichte von Gaia Volpicelli über Wölfe und ihre Lebensweise auf 10 Seiten mit wunderschönen Illustrationen von Patrizia La Porta. Die Texte sind einfach und kurz, dennoch sehr informativ. Ein kleines aber wirklich feines Kinderbuch von dem wir uns definitiv die ganze Serie zulegen werden. Ebenfalls von dieser Serie bereits erschienen sind: Das Chamäleon, Der Vogel Strauß und Der Frosch.


Da sie unterwegs gerne Spuren sucht und seit dem Sommer nur über Schnee redet und gerne solche Lieder singt, bestellte ich ihr das Buch Welches Tier lief denn hier? von Björn Bergenholtz. 


Zwei Kinder begeben sich auf eine Abenteuertour und entdecken dabei Tierspuren im Schnee. Dazu werden auch die Tiere und ihre Lebensweisen vorgestellt, wobei die Texte zurzeit noch etwas zu lang erscheinen und wir meistens nur bis zum ersten Absatz vorlesen. Was mir aber am allermeisten an diesem Buch gefällt ist, dass die Spuren in Originalgröße dargestellt werden.


Es passt gerade noch in ihren Bücherkorb, wobei es oft gar nicht drinnen ist: das Riesen-Leporello-Buch Rate, wer ich bin. Wir haben das Buch nur am Anfang gemeinsam angeschaut, damit sie weiß, wie die Tiere heißen. Sie hat noch nicht alle aus dem Buch gekannt. Mehr Text, als die Namen der Tiere gibt es aber in diesem Buch nicht, dafür aber ganz viele spannende Bilderrätsel.


Durch Fellmuster der unterschiedlichen Tiere, Schattenbilder sowie durch einzelne Körperteile sind die Tiere zu erraten und zu bestaunen, denn die Illustrationen sind einfach wunderschön! Wir haben auch bereits aus dieser Serie das Buch Weiß du, wer ich bin? über Vögel.


Wo sich Tiere wohlfühlen von Otmar Grissemann liegt erst seit ein paar Tagen in ihrem Korb. 


Die Texte geben einfache Informationen über interessante Tiere und ihre Lebensräume, die von kunstvollen Illustrationen vom Autor untermalt werden. Ein wunderschönes Buch für Kleinkinder!


Sie erkennt und zählt Mengen bis 3 ganz genau ab und spricht oft über Zahlen, auch über solche, die sie noch gar nicht erfassen kann. Ich war mir bisweilen nicht ganz sicher, aber ich beschloss letztendlich, ihr ein Buch über Zahlen zu besorgen. Da sie bereits das Buch über das Wetter von Meyers kleiner Kinderbibliothek hat und es uns sehr gefiel, kaufte ich aus der gleichen Serie eines über Zahlen. Die Serie finde ich wirklich toll. Die Texte sind kurz, die Bilder nicht zu wimmelig und die Folien zum Umblättern sorgen für viel Überraschung und Spaß.

07.09.2014

Unsere Lieblingsausstattung rund um den Haushalt

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Aufgaben wie Wäsche aufhängen, Aufkehren oder Geschirrabwaschen können meine kleine Tochter mit ganz viel Stolz erfüllen. Es entsteht dabei natürlich gelegentlich eine größere Unordnung als bereits vorher war, aber die Tatsache, dass sie mithelfen darf und ihr eine wichtige Aufgabe anvertraut wurde, gibt ihr das Gefühl fähig zu sein und dazuzugehören. Damit sie im Haushalt wirklich mithelfen kann, achte ich darauf, dass Besen, Wäscheständer, Körbe, Bürsten und Schürze von guter Qualität sind und gut funktionieren. Sie sollen für echte Arbeit brauchbar und für meine kleine Tochter jederzeit zugänglich sein.

1. Holzbesen für Kinder. Er ist klein und leicht und somit gut geeignet für kleine Hände. Bei uns hängt er auf einem für sie erreichbaren Hacken neben der Schürze und wird bei jeder Gelegenheit mit viel Freude eingesetzt (gekauft: hier). Mit so einem Besen kehren zu können ist ein langwieriger Prozess und auch bei ihr schaut das eher nach Verteilen als nach Sammeln aus, aber der Besen und das Aufkehren machen ihr Spaß. Vor kurzem habe ich eine kleinere Variante in einem Montessori-Onlineshop entdeckt (hier), sogar vor Ort angeschaut und kann ihn ebenso empfehlen.

2. Kehrblech aus Metall und Handfeger. Mit diesen Utensilien geht sie ziemlich geschickt um, wobei es für sie eine große Herausforderung ist, beim Fegen das Kehrblech leicht anzuheben. Ich habe ihr ein weißes Kehrblech besorgt, damit sie den Schmutz besser sieht (gekauft: Kehrblech hier, den Handfeger hier).


3.  Ein kleiner Emaille Eimer mit Holzgriff. Ein wirklich vielseitiges Utensil. Praktisch beim Tisch waschen, im Garten um Blätter zu sammeln oder um diverse andere Sachen zu transportieren (gekauft: hier).

4. Bodentuch aus Baumwolle in kindgerechter Größe. Bereits mit 18 Monaten wischte sie gerne Wasser vom Boden auf, heute holt sie das Tuch selbst, wenn etwas ausgeschüttet wird. Ich habe ein ganz normales Bodentuch für sie handlicher zugeschnitten. Beim oben erwähnten Montessori-Onlineshop sah ich solche Tücher aus Baumwolle für Kinder in passenden Größen (hier).

5. Ein kleines Stück echter Schwamm. Er ist um einiges weicher und flauschiger als die Kunststoffschwämme und fühlt sich daher auch viel angenehmer an. Abgesehen davon ist er nachhaltig und saugt Wasser wunderbar auf. Damit wäscht meine Kleine ihren Tisch ab oder verwendet ihn auch beim Geschirrabwaschen (gekauft hier).


6. Schürze zum Hineinschlüpfen. Ich habe ihr beim Möbelschweden eine Kinderschürze mit Klettverschluss besorgt, seit dem aber meine Kleine sich so gut wie ganz alleine anzieht, sind wir mit dieser Schürze ständig auf Kriegsfuß. Sie kann diese ohne unsere Hilfe nicht anziehen, da die Bänder hinter dem Rücken und im Nacken zusammengeheftet werden. Ich suchte und fand eine andere Lösung, eine Schürze zum Hineinschlüpfen und nähte ihr gleich eine aus Baumwolle. Für den Halt sorgen 2 breite Gummieinsätze an der Taile. Vom Schnitt her ist sie zwar etwas gewöhnungsbedürftig, meine Kleine kann aber diese Schürze endlich selbstständig an- und ausziehen (wasserdichte Varianten erhältlich hier oder auch hier).


7. Holztablett mit Griff für ein erleichtertes Tragen. Sehr praktisch, nicht nur fürs Kinderzimmer. Perfekt auch um mehrere Werkzeuge gleichzeitig zu tragen oder diese während der Arbeit abzulegen. Wir verwenden solche auch in der Küche oder aber auch beim Putzen (erhältlich hier und hier, aber auch hier).

8. Gemüsebürste. Alles was mit Wasser zum tun hat, zieht sie magisch an. Geschirr- oder Gemüsewaschen sind daher ihre Favoriten in der Küche (gekauft: hier).

9. Staubtücher, die ich, wie die die Bodentücher für sie zugeschnitten habe. Ich bevorzuge weiße oder zumindest ganz helle Tücher, wo man den Staub wirklich gut erkennen kann. Das macht ja das Staubwischen für sie erst so richtig spannend.

10. Spülbürste. Geschirr abzuwaschen ist eine ihrer Lieblingsaufgaben im Haushalt. Sie experimentiert dabei gerne mit dem Wasser, gießt und schüttet und schrubbt das Geschirr ganz schaumig bis das Wasser bereits kalt wird. Daher besorgte ich ihr hier eine schöne Spülbürste aus Rosshaar und mit einem Holzgriff. Sie geht dabei mit der Bürste ziemlich geschickt und mit dem Geschirr sehr behutsam um. Neben der Wanne bereitete ich ihr auch einen Platz mit einem Abtropfgestell und einem Metallkorb vor, wo sie das Geschirr zum Trocknen abstellen kann.


11. Wäscheständer aus Holz. Wäscheaufhängen kennt sie bereits aus ihrer Kinderkrippe und macht es auch zu Hause liebend gerne. Ich bin so froh, damals diesen Wäscheständer gefunden (hier) zu haben. Er ist robust und dennoch leicht, lässt sich einfach auf- und wieder zusammenklappen und auch die Größe passt wunderbar.

12. Wäschekorb für Kinder. Ich wollte ihr schon seit geraumer Zeit einen Wäschekorb besorgen und fand diesen hier. Von der Größe her passt er ganz toll, sie kann ihn mit beiden Händen heben und tragen.

13. Nostalgie Wäscheklammern. Die Wäscheklammern mit Feder konnte sie nur mit viel Mühe bedienen, was ihr den Spaßfaktor beim Wäscheaufhängen oft hemmte. Ich besorgte ihr diese Nostalgie-Wäscheklammern, die auf die aufgehängte nasse Wäsche einfach nur draufgesteckt werden. Diese machen ihr eindeutig mehr Freude, sie steckt alle einzelnen darauf, mit oder ohne Wäsche (gekauft: hier).


Bildquellen: Kehrset, Besen, Eimer, Bodentuch, Schwamm, Schürze, Holztablett, Gemüsebürste, Staubtuch, Spülbürste, Wäscheständer, Wäschekorb, Wäscheklammer

02.09.2014

Echte Arbeit und dieses bestimmte Gefühl

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Gestern haben wir gemeinsam Palatschinken zubereitet. Ich maß die Zutaten ab aber sie mischte diese bei ihrem Tisch zusammen. In der Küche hat sie in einer Schublade ihre eigenen Kochutensilien und ist ganz glücklich, wenn sie die Gelegenheit hat, diese zu benutzen. Sie liebt es, Palatschinken und Kuchen zu backen, Salat und Jause zuzubereiten oder das Panieren und so nimmt sie bei jeder Gelegenheit ihre Schürze vom Hacken und sucht die passende Schüssel und Werkzeuge in ihrer Lade. Sie liebt diese Aufgaben. Dieses Gefühl, etwas Nützliches zu leisten, etwas Wichtiges beizutragen macht sie unglaublich stolz und befriedigend.

"Praktische Arbeit hat einen hohen gesellschaftlichen Wert. Durch sie erhalten Kinder das Leben in ihrer Umgebung aufrecht und machen sich anderen nützlich. Sie spüren, dass sie gebraucht werden und entwickeln ein Gefühl der Verantwortung für die Umgebung, in der sie leben und handeln."


Es ist aber auch dieses großartige Gefühl, zu etwas fähig zu sein. Das Vertrauen in sich selbst, eine Herausforderung alleine meistern zu können. Ich liebe es, sie dabei zu beobachten, wenn sie selbsttätig ist und zu spüren, wie bei ihr dieses gewisse Gefühl von Mal zu Mal wächst.

"Nimmt man aktiv am Alltag teil, steigert sich dadurch das Selbstwertgefühl. Die Teilnahme verwandelt Kinder von Konsumenten in Produzenten. Die wichtige Grunderfahrung, die Umwelt nach eigenen Vorstellungen verändern zu können, pflanzt ihnen das bleibende Gefühl ein, etwas wert zu sein. Die Empfindung 'Ich bin etwas wert' verknüpft sich mit der zuvor schon gemachten Erfahrung 'Ich kann etwas tun', und beide verbinden sich zu dem Gefühl, zu sinnvoller Arbeit in der Lage zu sein." 


"Dieses innere Gefühl sagt einem, dass man sich auf seine Fähigkeiten verlassen kann, und gründet auf der Erfahrung, seine Bewegungen unbehindert einsetzen zu können, um aktiv in seiner Umgebung tätig zu werden. Es ist die Zuversicht, dass die Lösung von Problemen in der eigenen Macht liegt. Hat ein Mensch diese Zuversicht erst einmal entwickelt, verlässt sie ihn nie wieder."


Zitate aus dem Buch Das Kind verstehen - Entwicklung und Erziehung von 0-3 Jahren nach Maria Montessori von Silvana Quattrocchi Montanaro.

31.08.2014

Ideen für meine Tochter (31 Monate alt)

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1. Der geheimnisvolle Beutel mit Gegenständen aus dem Alltag, die sie bereits kennt. Diese habe ich nur wegen dem Foto aus dem Beutel genommen, sie befinden sich auf ihrem Regal natürlich im Beutel und bleiben somit ihrem Namen treu. Ein wunderbares Sinnesmaterial mit hohem Spaßfaktor.

2. Ein Tierbuch, dazu passende Schleichfiguren. Sie wollte dieses Buch "mit den Elefanten oben" unbedingt haben und liebt es heiß. Eine tolle Buchserie, von welcher wir bereits eine kleine Sammlung haben. Die Tiere aus Afrika aus der Schleichsammlung hatten wir bereits zu Hause, die sie so - begleitend beim Buchvorlesen - genauer erforschen und auch zuordnen kann.

3. Eine kleine Schatulle mit Lippenbalsam, ein kleiner Spiegel und Taschentücher. Eine praktische Übung die aber genausogut auf ihrem Frisiertisch liegen könnte. Von meinem Lippenpflegestift probierte sie schon öfters sich zu bedienen, kam aber nicht so gut zu recht. Ich fand, wenn sie mit den Fingern arbeitet, bekommt sie ein besseres Gespür fürs Eincremen. Neben dem Tisch habe ich auch einen leeren Korb für die gebrauchten Taschentücher bereit gestellt.


4. Ein Fadenspannrahmen den ich erst diese Woche in einem kleinen Spielzeugladen entdeckt habe. Ich war mir nicht recht sicher, ob sie schon damit "arbeiten" könnte, er scheint ihr aber zu gefallen. Auch das Wickeln gelingt ihr zu meiner Überraschung ziemlich gut. Wir sammeln auf unseren Spaziergängen gerne Blätter, Samen und kleine Zweige, die wir mit nach Hause nehmen. Sie fand, dass diese auch in das Fadennetz reingesteckt recht hübsch aussehen. Die Idee gefällt mir auch sehr.


5. Selbstgemachter Klebstoff und dazu geometrische Figuren aus buntem Papier. Ich bin ein Freund der selbstgemachten und nachhaltigen Materialien. Ich habe schon einige Klebstoff-Rezepte aus dem Internet ausprobiert und kannte auch bereits eins mit Milch und Essig, fand aber dieses Rezept am gelungensten und geruchsneutralsten: 90g Mehl, 30g Zucker, 135ml Wasser und 1 Esslöffel Essig zusammengemischt, bei schwacher Hitze klumpenfrei gerührt und in ein Gläschen durch einen Sieb portioniert. Klebt wunderbar, ist nachhaltig und hält mindestens 6 Monate im Kühlschrank. Geometrische Formen findet sie zur Zeit sehr interessant und fragt auch immer wieder nach ihren Namen.


6. Selbstgemachte Möbelpolitur, dazu ein kleines Stück Poliertuch. Ich liebe diese Übung der Pflege der Umgebung und auch diese Polierpaste. Sie ist natürlich und somit auch für Kinder unbedenklich und ist unglaublich einfach herzustellen: 30g Bienenwachs, 120g kaltgepresstes Öl, zusammen in einem Topf leicht erhitzen, in kleine Behälter füllen und abkühlen lassen. Ich verwendete dazu Leinöl statt Olivenöl, damit die Paste statt dem grünen Einstich eine schöne gelbe Farbe bekommt. Den Holzkasten zum Polieren suchte allerdings sie sich aus.


7. Buntstifte und Spitzer. Ich hatte Sorgen, sie könnte ihre Finger in den Spitzer stecken, daher suchte ich einen mit einer relativ kleinen Öffnung. Obwohl sie nicht wirklich spitz werden, übt sie sehr gerne das Drehen der Stifte. Ist auch der eigentliche Sinn dieser Übung. Das Körbchen dient als Müllkorb für die Holzspäne.

8. Muttertiere und ihre Jungen (die Haustiervariante), dazu passende Kärtchen zum Zuordnen. Wir haben ja bereits die Wildtiervariante gehabt, seit unserem Bauernhofurlaub plante ich jedoch eine mit Haustieren zusammenzustellen. Sie liebt ihre Schleichfiguren sehr und auch ich finde sie toll. Sie ergeben mit Kärtchen zusammen ein wunderbares Sprachmaterial. Wir übten die Bezeichnungen wie Schaf und Lamm, Ziege und Zicklein am Anfang mit der 3-Stufen-Lektion, mittlerweile arbeitet sie schon alleine. Bald möchte ich die Karten und die Figuren auch mit den Vätern ergänzen, damit es komplett wird.


9. Junior Magnet-Box mit 1:1 Vorlagen. Ich wünschte mir zwar weniger Farben bei den Holzfiguren, dennoch bin ich sehr froh, dieses Auslegespiel entdeckt zu haben. Die Vorlagen bieten tolle Aufgaben, einige schwieriger, andere einfacher und durch das Magnet verrutschen die ausgelegten Muster nicht so schnell wieder. Sie kreiert aber auch gerne ihre eigenen Bilder und kreischt vor Freude, wenn sie etwas ausgelegt hatte, was ihr gefällt.


10. Kohlestifte und raues Papier. Ich selbst studierte Jahre lang bei einem Künstler das Zeichnen und Kohle war eines meiner Lieblingswerkzeuge. Kohle verhält sich ganz anders auf dem Papier als Bleistift. Sie hinterlässt bereits bei kleinster Berührung eine deutliche Spur und lässt sich auch viel leichter verwischen. Ein tolles Zeichenmaterial, das auch das Druckempfinden fördert.

24.08.2014

5 Sekunden Montessori

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Heute hat sie es zum ersten Mal geschafft, ihre Weste alleine anzuziehen. Sie war so glücklich, so stolz! (Und ich auch.)

Schon seit einiger Zeit versucht sie ihre Westen alleine anzuziehen, jedoch ohne Erfolg. Lange habe ich überlegt, mit welchen einfachen Bewegungen ich ihr das Anziehen zeigen könnte, kam aber nicht auf eine praktische Idee. Ich fragte die Montessori-Pädagogin aus der Kinderkrippe und sie gab mir diesen Tipp:

1. Weste auf den Boden mit der Innenseite nach oben auslegen und sich an den Kragen bzw. zur Kaputze hinhocken.


2. Über den Kopfteil greifen und die Hände in die Ärmel stecken,


3. gleichzeitig die Weste vom Boden heben und


4. über den Kopf schwingen.


5. Die Weste fällt fast von alleine über den Rücken. Fertig.

Das Ganze dauerte ungefähr 5 Sekunden, unglaublich. Mir viel dann ein, dass ich diesen Tipp bereits schon mal gelesen habe und zwar in dem Buch Kinder fördern nach Montessori von Tim Seldin (S. 96.) Nur ein einfacher Trick. Aber er machte sie heute unabhängiger, stärker und so viel glücklicher.

20.08.2014

Ein produktiver Nachmittag

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Erst 2,5 Jahre jung uns schon zu so vielem fähig. Sie liebt die Aufgaben im Haushalt und in der Küche, das Gefühl was sinnvolles zu verrichten und zu üben.


Während sie vormittags in der Kinderkrippe war, habe ich in der Stadt nach altmodischen Wäscheklammern gesucht. Wir hatten vorher die Holzklammern mit den Federn, die aber zu schnell kaputt gingen und auch das Zusammenzwicken fiel ihr oft schwer. Ich wurde aber zum Glück fündig und machte ihr damit eine Riesenfreude.


 Bis auf die letzte Wäscheklammer wurden alle auf dem Wäscheständer aufgesteckt.


Diese Aufgaben im Haushalt aber auch in der Küche machen sie schlicht und einfach glücklich. Solche Herausforderungen wie diese hier geben ihr das Gefühl, fähig zu sein. Es ist gar nicht wichtig, ob die Aufgabe so verrichtet wurde, wie ich es machen würde. Ihr ist das Endergebnis im Grunde egal. Ihr ist die Arbeit an sich wichtig. Probleme alleine bewältigen zu können, schenkt ihr so viel innere Zufriedenheit.


Auch den neuen Melonenformer wollte sie gleich ausprobieren.


Ich zeigte ihr, wie der Löffel funktioniert. Sie meisterte diese Herausforderung erstaunlich gut, obwohl diese Schraubbewegung des Handgelenks für sie gar nicht so einfach ist. Die ersten Melonenportionen landeten im großen Bogen auf dem Parkettboden und sorgten für gute Laune. Erst nach dem ca. 6-7. Versuch arbeitete sie ganz ohne Hilfe, so dass ich diese Fotos schießen konnte.


Sie bekam Appetit und holte sich eine Kuchengabel. Und ein wenig später holte sie sich ihren kleinen Schwamm und ich das Wasser und die Seife...