25.07.2015

Ich bin hier, um Dir zu helfen - Der Montessori-Weg des Elternseins

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Sie ist dreieinhalb Jahre alt. Ein Bündel purer Lebensfreude, voller Liebe und Tatendrang. Aber ebenso gut kann sie wütend werden, wenn ihr etwas so ganz und gar nicht passt. Und das sogar ziemlich laut!

Es gibt Tage, an denen ihre Wutausbrüche für mich eine immense Herausforderung bedeuten. Was ich aber in diesen dreieinhalb Jahren erst durch sie so richtig verstanden habe, ist, wie unglaublich viel es ausmacht, wie wir mit Kindern sprechen und agieren. Nicht nur, weil ihre emotionale, soziale und mentale Entwicklung davon abhängt, sondern auch unsere Beziehung zu ihnen - von Anfang an. 

1. Wie wir ihr helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen

Der Alltag ist voll mit großen und kleinen Problemen: Eine zuhause liegen gelassene Sonnenbrille, ein im Park gefundenes und wieder verlorenes Steinchen, Marillenmarmelade die leider nicht rot ist oder eine Autofahrt, die länger als 10 Minuten dauert - Tragödien, die unserer Tochter Sorgen und viele Tränen bereiten. Vor allen schlechten Erfahrungen kann ich sie nicht schützen, ebenso wenig kann ich all ihre Wünsche in Erfüllung bringen, aber eines kann ich und tue ich auf jeden Fall: ihre Gefühle ernst nehmen.


Wir sitzen an unserem Frühstückstisch wo sie mich um ihr geliebtes Müsli bittet. Doch wir haben keines mehr. "Es tut mir leid, aber das Müsli ist schon alle." - bedauere ich. "Ich mag aber Müsli!" dröhnt es zu mir herüber und dann wieder, mit etwas mehr Nachdruck: "Ich. Will. Müs. Li!!!" Es ist einer dieser Momente, wo ich innehalten muss. Denn gerade heute hätte ich es eilig, gerade heute muss ich an so viele Sachen denken, gerade heute brauche ich meine Energie. "Ich wünschte, ich könnte Dir welches geben." sage ich zu ihr mitfühlend. "Ich will aber welche!" sagt sie und bereits beim "aber"  löst sie sich in Tränen auf.

Ich spüre, dass ich bald meine Geduld verliere. Doch dann muss ich daran denken, wie schlecht es wohl ihr dabei gehen muss. Sich so machtlos zu fühlen. Sprechen zu können und doch nicht verstanden zu werden.

Also gehe ich zu ihr, begegne ihrem Blick auf Augenhöhe und sage freundlich aber ihre Gefühle wiederspiegelnd: "Ich höre, Du bist wütend! So wütend!". Sie schaut mich an und nickt dabei und schlingt ihre kleinen Arme um meinen Hals. Und weint. "Ja! Ich wollte Müsli. So, so so gerne wollte ich Müsli essen. Und jetzt kann ich es nicht, Mama. Können wir heute dann welches kaufen?"  
Was sie brauchte, war Verständnis für ihre Gefühle - und meinen Trost. Wir schreiben gemeinsam 'Müsli' auf unsere Einkaufsliste und es dauert nur wenige Minuten, bis sie mich ganz aufgelöst um ein Butterbrot bittet. (dem Himmel sei Dank, dass wir Butter und Brot im Haus haben!)

2. Wir wir sie zur Kooperation ermutigen

Es sind oft nur kleine Unterschiede in der Kommunikation, die aber entscheidend sind. Statt einem wütenden "Komm endlich!", ein "Komm, lass uns gehen!", statt einem ungeduldigen "Was dauert schon wieder so lange!", ein verständnisvolles "Schuhe anzuziehen braucht viel Fingerspitzengefühl, nicht wahr?", und es hilft oft auch, wenn ich das Problem einfach nur beschreibe: "Die Stiftspäne liegen auf dem Boden. Wir brauchen einen Handbesen und ein Kehrblech", anstatt ihr Befehle zu erteilen. Solche einfühlsame Sätze wirken magisch!

Es gibt auch zahlreiche Gelegenheiten im Alltag, bei denen wir ihr ganz einfach einige Alternativen anbieten, so dass sie im Supermarkt auf andere Gedanken kommt, als zB. Parkouren mit dem Wagen zu fahren. Wir bitten sie vielleicht 5 rote Äpfel abzuzählen und sie macht mit Begeisterung mit und steckt die Äpfel dann sogar in ein Säckchen. Sie braucht eben Aufgaben, an denen sie wachsen kann.


3. Wie wir dazu beitragen, dass sie gewaltfrei Grenzen erfährt

"Freiheit bedeutet nicht, dass man tut, was man will, sondern Meister seiner selbst zu sein." - Maria Montessori

Manchmal lassen sich im Alltag direkte Konfrontationen mit ihr kaum vermeiden, besonders dann nicht, wenn sie mich zu schlagen oder zu kneifen versucht. Allerdings gibt es einen gewaltfreien Weg, jenseits von Bestrafung! Und zwar durch Ich-Botschaften. "Ich kann es nicht zulassen, dass Du mich haust. Denn das tut mir weh!" und "Es frustriert mich, wenn ich etwas zu sagen versuche und es aber nicht fertig sagen kann!". Dies sind Sätze, die mir anfangs schwer fielen, die mich aber viel Achtsamkeit lehrten, mir zeigten, wie ich eigene Bedürfnisse und Grenzen mitteilen kann, ohne dabei mein Gegenüber zu kränken.

Statt zu sagen, was sie nicht machen soll, sagen wir ihr, wofür Sachen benutzt werden können. Statt Drohungen (Wenn.., dann...!) besprechen wir mit ihr den Plan ("Zuerst putzen wir gemeinsam die Zähne und danach lese ich Dir eine Geschichte vor."). Und nicht zuletzt erfährt sie ganz viele Grenzen durch die Vorbereitete Umgebung, wenn sie zB. nur 5 T-Shirts im Kleiderschrank zur Auswahl hat oder 3 Paar Schuhe in der Garderobe; wenn sie ihren Kopf zum 3. Mal an der unteren Tischplatte anschlägt, weil es unter dem Tisch nun mal sooo viel Bewegungsfreiheit gibt und wenn für sie nur eine kleinere Portion Butter in der Butterdose bereit steht, die sie zum Frühstück (statt dem vermissten Müsli) verschmieren kann.


4. Wie wir ihre Autonomie stärken

Ob sie weißes oder lieber ein dunkles Brot essen möchte; ob sie ihre Wasserfarben vor oder nach dem Mittagessen vom Flur wegräumen mag; ob sie 1, 2 oder 3 Zöpfe haben möchte; oder ob wir rote oder türkise Sandalen für sie kaufen sollen - sie entscheidet. Denn jede dieser kleinen Entscheidungsmöglichkeiten geben ihr das Gefühl, über ihr eigenes kleines Leben bestimmen zu dürfen. Auch wenn sie manchmal ihre Entscheidung bereut, diese Gelegenheiten machen sie stärker und selbstbestimmter. Schließlich "lernen Kinder, gute Entscheidungen zu treffen, indem sie Entscheidungen treffen, nicht indem sie Anweisungen folgen." wie Alfie Kohn so passend formuliert.

"Ich will das alleine machen!" höre ich oft von ihr. Auch wenn sie aufgrund einer misslungenen Aktion frustriert ist, greifen wir nicht sofort ein, sondern zeigen Respekt für ihre Mühe und helfen nur dann, wenn sie nach Hilfe fragt und geben ihr nur so viel Hilfe, wie viel sie benötigt um ihr Vorhaben alleine bewältigen zu können. Ihr helfen, sich selbst zu helfen und sie dann machen lassen - für mich die respektvollste Art, ihre Autonomie zu stärken.


Ich will keine perfekte Mama sein. Und ich bin mir sicher, auch sie würde das nicht wollen. Darum geht es auch nicht. Aber es hängt viel davon ab, welche Wurzeln sie durch uns bekommt. Ob diese von Achtsamkeit statt verbaler Gewalt geprägt sind, ob sie Respekt und Toleranz statt Rücksichtslosigkeit erfährt. Sie ist ein Teil der Zukunft und kann diese Welt auch ein Stück besser machen.

Und oft kommt es mir eher so vor, als wäre sie da um MIR zu helfen. Seit sie auf dieser Welt ist, lehrt sie mich Geduld, Humor und bedingungslose Liebe, denn sie liebt mich immer und ohne jegliche Erwartungen. Auch, wenn ich müde, wütend oder mal unerträglich bin. Ja, als wäre sie hier, um mir zu helfen - ein besserer Mensch zu sein.

19.07.2015

Montessori Aktivitäten für zu Hause - Schwer oder leicht?

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Unser Sammelsurium an Naturschätzen wie Schneckenhäuser, Tannenzapfen, Steine und Federn ist mittlerweile beachtlich angewachsen. Aber ich hatte kein Herz alle zu entsorgen, daher überlegte ich mir lieber etwas anderes. Sie bekam zum Geburtstag von ihren Großeltern eine schöne Waage die ich wieder auf ihren kleinen Tisch stellte und die Naturschätze in kleinen Körbchen sortiert noch dazu.


Eine Erklärung war nicht notwendig. Als sie die Waage und die Körbchen sah, startete sie gleich mit dem Experimentieren. Sie legte Steine, Federn und Schneckenhäuser auf die Schalen, eines nach dem anderen und dann alle nur in eine Schale, und zum Schluss mischte sie den Körbcheninhalt nach Lust und Laune und hin und wieder teilte sie mit, was sie erkundet hatte.

Man kann auch alles mögliche, was der Haushalt so hergibt zum Experimentieren nehmen: Linsen, Bohnen, Reis oder sogar Watte. Begriffe wie "schwer", "schwerer", "leicht", "leichter","gleich" oder "mehr" und "weniger" konnte sie so selbst erfahren.
 
 
Unsere Waage (1) ist von der Firma Prüfl und ich finde sie sehr genau und handlich. Ich fand allerdings auch einige andere Schalenwaagen, die ebenso empfehlenwert sind: wie etwa (2) diese oder aber auch (6) diese und (5) diese beiden, in welche auch Wasser gefüllt werden kann. Aus Holz fand ich noch (4) diese und (3) diese Waagen schlicht, schön und für Experimente für so junge Kinder wunderbar geeignet.

16.07.2015

Konzentration ist wesentlich - bitte nicht unterbrechen!

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Sie sitzt auf dem Boden oder an ihrem Tisch und ist sehr beschäftigt. Sie ist immer beschäftigt. Zu beobachten, wie sie so da sitzt, ihre kleinen Hände und die tiefe Konzentration, die auf ihr Gesicht geschrieben ist, ist unvergleichlich. Oft ist sie so versunken in ihr Tun, dass sie gar nicht bemerkt, was um sie herum geschieht. Dann ist sie absolut still und scheint ganz bei sich selbst zu sein.

"Das Kind, das sich konzentriert, ist unermesslich glücklich; es ignoriert den Nachbarn und die, die sich um es herum bewegen. Für einen Moment ist sein Geist wie der des Eremiten in der Wüste; in ihm ist ein neues Bewusstsein entstanden, das seiner eigenen Individualität." - Maria Montessori, Das kreative Kind

Als sie noch um einiges jünger war, konzentrierte sie sich nur flüchtig auf ihr Tun oder auf einen Gegenstand. Je älter sie wurde, umso länger wurde die Dauer ihrer Aufmerksamkeit. Heute ist sie oft bis zu 30-40 Minuten ohne Unterbrechung mit derselben Aktivität beschäftigt. Sie baut und zerlegt, bastelt und sortiert, experimentiert oder macht etwas praktisches.


Konzentration ist wesentlich! Sie ist wie ein Zauber. Es ist der Moment des In-Sich-Gehens, des Ordnens, des Verstehens und des Entdeckens. Ich selbst brauche solche Momente, bei denen ich ungestört und fokussiert an etwas, was mich wirklich interessiert und mir Spaß macht, arbeiten kann - und dabei alles um mich herum vergessen kann. Nach so einer Arbeit geht es mir richtig gut, ich fühle mich wie ausgewechselt. Ich bin fröhlicher, ausgeglichener und geduldiger. Und genau dasselbe beobachte ich auch bei ihr.

"Eines der wichtigsten Dinge, welches wir für Kinder tun können, ist, ihre Konzentration zu respektieren. Wenn sich das Kind mit einer sicheren und zielgerichteten Aktivität beschäftigt (eine Aktivität, die gleichermaßen körperliches und geistiges Bemühen  fordert - nicht fernschauen!), bedeutet das eine wichtige Arbeit, die geachtet und behütet - gepflegt werden soll. Die erste Voraussetzung für die Entwicklung des Kindes ist Konzentration. Sie legt die gesamte Grundlage für seinen Charakter und soziales Verhalten." - Susan Mayclin Stephenson, The Joyful Child


Ich habe ein paar mal den Fehler gemacht und sie bei ihrer Arbeit unnötig unterbrochen. Das Entzücken war hin und ich hatte für den Rest des Tages ein unausgeglichenes und mürrisches Kind. Heute weiß ich es besser und wenn sie sich konzentriert, halte ich mich so gut es geht zurück. Weder stelle ich ihr Fragen, noch mache ich Bemerkungen. Ich setze mich nicht zu ihr hin und greife auch nicht in ihr Tun ein (es sei denn, sie macht was gefährliches oder bittet um Hilfe).


Stattdessen nehme ich selbst ein Buch in die Hand oder beschäftige mich anderswo fokussiert - auch um es ihr vorzuleben. Ich bemühe mich unser Zuhause so zu gestalten, dass sie immer eine Beschäftigung findet, die ihren Interessen entspricht. Und oft reicht so wenig aus um ihre Aufmerksamkeit zu fesseln, wie einige Washi-Tapes in einer Schale neben ihrem Papierkorb, ein anderes Körbchen mit Schildkröten Schleichfiguren neben ihrem Schildkröten Buch oder eine vorbereitete Wanne mit Wasser, Bürste und Schaum und eine Einladung, mir beim Geschirrabwaschen zu helfen. Und der Zauber geschieht dann ganz von alleine.

15.07.2015

Mit Emotionskarten über Gefühle sprechen

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Wenn sie andere Kinder weinen oder lachen hört, beobachtet sie das Geschehen ganz gefesselt. Manchmal lacht sie sogar mit ihnen mit oder wird ebenfalls betrübt. Sie interessiert sich für und fragt oft nach den Gefühlen anderer, daher suchte ich im Internet nach passenden Bildern und bastelte ihr aus Kartonpapier einige Emotionskarten.

Ich legte ihr alle 12 Karten, eine nach der anderen auf den Tisch und benannte die Gefühle, die die Gesichter auf den Karten wiederspiegelten. Einige Gesichtsausdrücke machte ich sogar nach und fragte sie dann, ob sie das Gefühl auch kennt. Sie schaute sich die Fotos in aller Ruhe an und bat mich dann die Gefühlskarten noch einmal auszulegen und zu benennen. Und dann noch einmal. Oh ja, sie liebt diese Karten!


Beim Wegräumen bat ich sie, mir die Fotos der Reihe nach zu geben: das Bild mit dem traurigen Kind, dem Zornigen, dem Gelangweilten, usw. bis wir alle Karten durchhatten. Sie hat sich alle 12 ganz genau eingeprägt.

Es gibt natürlich mehr als nur 12 Gefühle, doch ich denke, dieses Dutzend hat auch ausgereicht um ihr eine Freude zu machen. Diese sind ihr auch eine Hilfe um Gesichtsausdrücke von anderen (und auch die eigenen) zu erkennen und vor allem, um diese zu benennen.


P.S.: Da die Nachfrage für die Karten so groß ist und ich mittlerweile mit dem Beantworten aller netten E-Mails nicht mehr nachkomme, >>hier<< unsere Karten zum Herunterladen. Mit Quellenangaben und auch auf Englisch. Viel Spaß damit!

28.06.2015

Bildschirmfrei! - Montessori Aktivitäten für zu Hause

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Obwohl wir einen Fernseher im Wohnzimmer stehen haben, schalten wir ihn tagsüber nie ein. Er ist nicht Teil unseres Familienalltags und ebensowenig vermissen wir ihn. Auch Julia fragt nicht danach, auch "spielt" sie nie auf unserem Tablet und wir bemühen uns, dass es noch lange Zeit so bleibt. Sie findet für sich immer eine Beschäftigung und hin und wieder, wenn es gerade passt, biete auch ich ihr etwas neues an. Mal ein Experiment, mal einige neue Karten zum Auslegen oder Aktivitäten in der Natur.

Schon seit Wochen plane ich diese Serie über Montessori Aktivitäten für zu Hause zu starten um einige Ideen anzubieten, was Kinder ohne den Fernseher und Tablet tun können. Aktivitäten, die ihnen erlauben, die Welt mit all ihren Sinnen, besonders aber mit ihren Händen zu entdecken. Auch wenn einige Familien trotzdem nicht so gern auf den Fernseher verzichten möchten, so hoffe ich, mit dieser Serie für einige bildschirmfreie und erlebnisreiche Stunden sorgen zu können.

Das Heiß-Kalt-Experiment

Dieses Experiment habe ich ihr bereits vor über einem Jahr gezeigt, ich denke aber, dass sie sich nur vage daran erinnerte. Diesmal habe ich es aber, ihren Interessen und Wissen angepasst, ein wenig ergänzt. Ich nahm dazu auch diesmal 2 gleichgroße Wannen, eine mit eiskaltem Wasser und Eiswürfeln gefüllt, die andere mit sehr warmen Wasser, so dass sie gerade noch ihre Hände hineintauchen konnte und stellte diese für sie im Badezimmer bereit.


Als sie entdeckte, dass die beiden Wannen unterschiedlich temperiertes Wasser beinhalteten, lachte sie laut auf. Dann kam die eine Hand in die eine, die andere in die andere Wanne um den Unterschied gleichzeitig zu fühlen.


Dann goss sie mit einem kleinen Glaskrug heißes Wasser ins Kalte und legte sogar ihre Hand unter den Wasserstrahl um zu spüren, wie es ist, wenn kalt und heiß sich treffen.


Diesmal stellte ich ihr auch eine 5 Minuten-Sanduhr bereit und wir warteten gemeinsam einige (lange) Minuten ab um zu erforschen, was mit dem unterschiedlich temperierten Wasser in dieser Zeit passieren wird.


Aber auch nach diesen wenigen Minuten merkte sie den Unterschied: heißes Wasser wurde etwas kühler und das kalte Wasser etwas wärmer. Zum Schluss schüttete sie das Wasser nach Lust und Laune von einer in die andere Wanne und mischte mit gezielter Arbeit die beiden Wanneninhalte auf Zimmertemperatur.

Ich liebe dieses Experiment und ich kenne kaum Kleinkinder, die nicht gerne das Wasser erkunden. Diese Aktivität ermöglicht bereits ganz jungen Kindern die Eigenschaften des Wassers zu erforschen, Temperaturunterschiede zu erfühlen und ein Bewusstsein für die Zeit zu bekommen. Und das auf eine so einfache Art und Weise.

25.06.2015

Unsere liebsten Bausteine und 3 Giveaways für Euch

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Einer der bevorzugten Körbe auf ihrem Regal ist der mit den Bausteinen. Auch ich liebe alle Arten von Bauklötzen, ganz besonders die aus natürlichen Materialien. Ich denke, Bausteine gehören zu den beliebtesten Spielsachen von Kindern überall auf der Welt. Und sie bieten so viel! Sie ermöglichen lange Konzentrationsphasen, fördern die Geschicklichkeit der Hände und lassen Raum für Kreativität. Sie machen Kinder einfach glücklich und meiner Meinung nach, gehören sie zu den wertvollsten Spielsachen im Kinderzimmer.

Wir haben einige Bausteine ausprobiert, doch seit längerem sind ihre allerliebsten die Hotz Bauklötze aus unbehandeltem Holz. Wir haben die kleinere Packung mit 18 Stück, doch ich finde, gerade für kleinere Kinder reicht dies völlig aus. Allerdings gibt es auch eine größere Packung mit 36 Elementen.


Ich liebe die Schlichtheit dieser Holzbausteine. Alle Bauelemente schauen ganz gleich aus, sie sind naturbelassen und durch ihre elegante Form dennoch genial! Denn dadurch lassen sie sich auf ganz viele Arten zusammenbauen. Neben Türmen und Puzzeln kann man sie auch balancieren, indem man die einzelnen Elemente aus den Bauten vorsichtig entfernt, sodass der Bau stehen bleibt. Da ist Kreativität, Geschicklichkeit aber auch Geduld gefragt.


Für sinnvolle Spielsachen, wie die Hotz Bauklötze, setze ich mich gerne jederzeit ein und fragte deshalb die Firma Formknall, ob sie bereit wäre, 3 Packungen für eine Verlosung unter Euch zu sponsern. Sie sagten ja. Auf diesem Weg erfuhr ich auch, dass Julias Lieblingsklötze für das goldene Schaukelpferd 2015 nominiert wurden (unter dem Link könnt ihr auch für die Bausteine abstimmen) und somit unter den 50 besten Spielzeugen des Jahres sind. Und seit kurzem sind sie sogar mit dem orangefarbenen "spiel gut"-Siegel ausgezeichnet.

Nun zur Verlosung. Alles was ihr tun müsst, um mit etwas Glück eine der 3 Hotz Packungen zugesendet zu bekommen, ist bis einschließlich den 1. Juli einen Kommentar unter diesem Beitrag mit Eurem Namen und eurer E-Mailadresse zu hinterlassen. Bitte denkt daran, ohne E-Mailadresse kann ich Euch nicht erreichen!

Und noch einiges Rechtliches. Ihr könnt an der Verlosung teilnehmen, wenn Ihr einen Wohnsitz in einem der EU-Länder und Euer 18. Lebensjahr vollendet habt. Kommentare auf Facebook gelten nicht, eine Mehrfachteilnahme ist nicht möglich! Die Auslosung erfolgt durch einen Zufallsgenerator (eure Kommentare werden durchnummeriert) und wird am 2. Juli am Ende dieses Beitrags bekanntgegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche Euch viel Glück und eine wunderschöne restliche Woche,
Eure Anna


UPDATE:

Heute ist es soweit, heute ist der Tag der Verlosung. Zuerst aber würde ich gerne den allerletzten Kommentar hier noch einmal zitieren, denn der ist von der Firma Formknall selbst:

"Hallo Zusammen, hallo liebe Anna,

es hat uns sehr gefreut, dass unser HOTZ so gut bei Euch ankommt. Wir drücken allen Teilnehmern fest die Daumen und wünschen Euch viel Glück. Sollte es diesmal nicht klappen, nicht traurig sein, dann vielleicht das nächste Mal.

Wie Ihr vielleicht schon wisst, ist unser Baustein HOTZ für den deutschen Spielzeugpreis Das GOLDENE SCHAUKELPFERD 2015 nominiert. Gegen die Großen haben wir zwar nur eine Außensei­ter­chan­ce, aber mit Eurer Unterstützung können wir es vielleicht schaffen. UNSER VERSPRECHEN AN EUCH: Sollten wir die Großen bezwingen bekommt Anna gleich nochmal einen Schwung zum Verschenken!

Voten könnt Ihr für HOTZ - kreativer Klotz in der Kategorie 4/5: Künstler und Baumeister unter www.das-goldene-schaukelpferd.de

Vielen Dank für Eure Unterstützung und bleibt gespannt auf NEUES.

Viele Grüße und eine schöne Woche wünschen Euch
Sebastian und Christoph von FORMKNALL"

Auch ich möchte mich bei Euch allen für Eure lieben Kommentare und für Eure Teilnahme recht herzlich bedanken! Nun aber endlich zu den 3 Zufallszahlen, die ich auf rechneronline.de generiert habe:

Liebe Christin, liebe Lisa, liebe Martina, ich gratuliere Euch recht herzlich zu Euren Hotz Bausteinen! Ihr werden von mir bald auch via E-Mail kontaktiert.

21.06.2015

Einige Kunstmaterialien für meine Tochter (3 1/2 Jahre alt)

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Sie zeichnet und bastelt mit Begeisterung und hat ihre ganz eigenen Ideen. Daher bemühe ich mich, ihr viele Materialien anzubieten, mit denen sie arbeiten kann. Gelegentlich kommt sie und fragt, ob ich ihr zeigen kann, wie etwas aufgeht, zugeht oder wie es funktioniert, dann aber geht sie ihren eigenen Weg.

"Zeigen Sie niemals einem Kind, wie man etwas zeichnet oder malt - wie zum Beispiel eine Blume oder ein Haus; das Kind wird oftmals einfach versuchen zu wiederholen, was Sie ihm gezeigt haben. Berühmte Künstler wie Paul Klee und Pablo Picasso bemühten sich viele Jahre um die Originalität, Spontanität und Kindhafte Qualität zu erreichen, die unseren Kindern auf ganz natürliche Weise eigen ist." - Susan Mayclin Stephenson, The Joyful Child


Wir haben nicht viel Platz für all diese angerichteten Materialien. Einige haben in einem kleinen Holzkasten im Fach ihres Schreibtisches Platz, andere sind in kleinen Behältern und Körbchen vorbereitet und für sie ebenso jederzeit zugänglich. Sie nimmt für ihre Arbeiten, was sie gerade benötigt und kombiniert und experimentiert mit ihren Kunstmaterialien nach Herzenslust und Laune.

1. Wachskreide sowie weißes und dunkles Papier. Die Farben dieser Marke sind besonders kräftig und leuchten regelrecht auf dem Papier.

2. Stickgarn, abgerundete Wollnadeln sowie gestanzte Geometrische Figuren auf hartem Kartonpapier. Nicht nur als eine künstlerische Arbeit, sondern auch als Vorübung zum Nähen.  Es liegen auch leere Papierquadrate für sie bereit, einige davon hat sie selbst mit einer dicken Wollnadel gestanzt und dann gestickt.

3. Ganz klassisch: Buntstifte und Zeichenpapier. Wir haben bereits einige Buntstiftsorten und Marken ausprobiert und fanden bei allen Vor- und Nachteile. Die auf dem Foto kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Sie haben kräftige Farben, die Spitzen brechen nicht so leicht ab und lassen sich daher auch leicht anspitzen. Wir haben die dickeren Stifte, die für sie aber etwas unhandlich sind, daher werden wir bald die dünnere Variante besorgen. Ich habe ihr auch geviertelte Papierbögen bereit gestellt, damit sie diese leichter falten und schneiden kann.

4. Wasserfarben, Zeichenpapier und Schwammstempel.


5. Selbstgemachte Knete, dazu eine kleine Walze, einen Ausstecher für Kekse und Schneidewerkzeug. Dazu gibt es auch eine Unterlage, worauf sie arbeiten kann. Die Knete ist herrlich weich und hinterlässt eigentlich keine Spuren, weder auf den Händen, noch auf unseren Holzmöbeln und da sie ungiftig ist, auch für ganz junge Kinder geeignet.

Das Rezept: 1 Tasse weißes  Mehl // 1 Tasse warmes Wasser // 2 Esslöffel Salz // 2 Esslöffel Weinstein Backpulver // 2 Esslöffel Sonnenblumenöl // Lebensmittelfarbe. Die Zutaten klumpfrei verrühren, dann bei ständigem Rühren aufkochen bis der Teig fest wird und zum Schluss die warme Knete noch einmal im Mehl wenden und gut durchkneten.

6. Zeichenpapier und Zeichenkohle.

7. Wasserfarben, Pinsel und Zeichenpapier.

8. Stempel und Stempelkissen.

9. Kreidestifte und schwarzes Papier.


10. Eins ihrer Kunstwerke von heute, genau nach ihrer Idee. Dazu brauchte sie ein einfaches Washi-Tape, eine Schere, Buntstifte und Zeichenpapier.

11. Zwei Motivstanzer, selbstgemachter Klebstoff und kleine bunte Papierquadrate aus einem Notizblock.

12. Für ihre zweites Kunstwerk, ein Bild mit Sternen und dem Mond, verwendete sie kleine bunte Punkt-Stickers, schwarzes Papier, Buntstifte und Wachskreide.


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14.06.2015

Montessori für Babys - einige Materialien auch zum Selbermachen

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Selbstgemachtes Klanggläschen mit Reis, Linsen o.Ä. // ein kleiner Noppen-Igel aus Holz // ein Kochlöffel (unbenutzt) // eine Holzspule // ein selbstgemachter Greifling aus Naturholzperlen // Rassel aus Holz

Unsere wöchentliche Montessori Eltern-Kind-Gruppe im "Grashalm" Kleinkinderhaus besuchen auch einige Babys, die sich gerade beim Drehen in die Bauch- und Rückenlage üben und die ihre ersten Versuche zum Sitzen und Krabbeln  starten. Greifen, Loslassen, von einer Hand in die andere Hand übertragen, mit dem Mund erkunden sind typisch für dieses Alter und die ersten Zähne wollen durchbrechen. Auch für unsere Jüngsten haben wir einige passende Körbchen mit Alltagsgegenständen, Klangspielen, einer Zahnungshilfe und Greifmaterialien zusammengestellt und manche Materialien lassen sich auch zu Hause mit mehr oder weniger Aufwand herstellen.


Die Gläschen, die ich für das Klangspiel verwendet habe, sind nicht allzu schwer, gut verschließbar und für Babyhände gut greifbar. Es reicht auch nur ein Esslöffel Reis, ein paar Linsen oder 4-5 Bohnen in die Gläschen zu füllen um beim Schütteln einen schönen Klang zu bekommen.

Für den Greifling habe ich eine Schnur aus Leder (beim Kauf unbedingt auf eine schwermetallfreie Färbung und auf konservierungsstofffreie Produkte achten) und große Naturholzkugeln verwendet. Ich band nur an den Enden einen festen Knoten, man kann aber auch zusätzlich zwischen den Holzkugeln welche binden. Solche einfachen Greiflinge gibt es hier oder aber auch ähnliche hier zum Kaufen.


Ich liebe Holzrasseln wie diese hier, aber auch solche mit Glöckchen. Sie sind einfach, lenken nicht mit vielen schrillen Farben ab, sind aus natürlichen Stoffen und erzeugen daher auch einen natürlichen Klang.


Auch den Montessori Puzzle Ball kann man selbst nähen (gerne auch weniger bunt) aber auch kaufen. Eine Nähanleitung auf Deutsch findet ihr hier (auf dem Blog könnt ihr auch bestellen), auf Englisch hier. Der Ball ist ideal für die kleinen Babyhände, da sie ihn wirklich gut greifen und halten können. In der Mitte ist ein kleines Glöckchen versteckt und dies macht den Ball noch interessanter, als er durch seine Form ohnehin schon ist.

Was ich noch gerne empfehlen würde, sind die Montessori Kupplungsscheiben, der Noppenball als Zahnungshilfe und die Kleinkind-Klingel. Die ineinander verankerten Scheiben sind ein wunderbares Material! Dadurch, dass die Scheiben um 90° zueinander verdreht sind, müssen auch die kleinen Hände, die die Scheiben von einer in die andere Hand nehmen, eine leichte Drehung am Handgelenk ausüben.


Für die Babys steht zusätzlich ein Korb mit Fühlsäckchen bereit, auch diese sind selbstgemacht. In den Säckchen befinden sich Kirschkerne (wegen ihres schönen Klanges beim Rascheln), Linsen, Dinkel und Reis. Ich nähte die Seiten doppelt zu, damit der Inhalt auf jeden Fall drinnen bleibt.

28.05.2015

Blumen, Samen und Insekten - Ein Rezept, ein Buchtipp und 2 Puzzles zum Mitnehmen

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Vor einigen Wochen besuchten mich in einer meiner Montessori-Spielgruppen zwei bekannte Bloggerinen, Birgit und Daija mit ihren Kids, und flüsterten mir ihr Vorhaben zu, eine gemeinsame Seite über Kinder, Garten und Kochen zu starten. Gar nicht viel später riefen sie ihren Blog Kids, Cooks & Composts ins Leben und was soll ich sagen? Ich liebe diese Seite und die Ideen! 

Inspiriert von ihrem ersten Beitrag über essbare Wildpflanzen beschloss ich, gemeinsam mit Julia einen Gänseblümchen-Rotklee-Salat zu probieren, da sie ja so gerne Blumen pflückt. Diesmal sollten sie aber nicht in der Vase sondern auf dem Essteller landen. Wir pflückten also die Blumen und besorgten auch die restlichen Zutaten für den Salat. Ich hatte nie zuvor Gänseblümchen gegessen und war überrascht, dass sie gar nicht so übel schmecken.


Das Rezept: 1 Handvoll Gänseblümchen, 3-4 Rotklee, 1/2 Kopfsalat oder 2 Handvoll Vogelsalat, 2-3 Radieschen, rote Paprika, Jungzwiebeln (oder Schnittlauch), Zitronensaft, Aceto Balsamico, Öl und ein wenig Salz.


Wir sind oft in der Natur bei Regenwetter aber noch lieber bei Sonnenschein. Wir erkunden, beobachten, genießen und sammeln. Sie erforscht die Samen des Löwenzahns und des Wiesen-Bocksbartes und beobachtet eine Larve des Siebenpunkt-Marienkäfers. Neulich kamen wir mit einem kleinen Korb voller, noch grüner Samenkapseln nach Hause und schauten uns genauer an, wie diese von Innen aussehen.


Unsere neueste Buchentdeckung zum Thema Samen: Über Land und durch die Luft von Anne Möller. Ich liebe die Bücher dieser Autorin, ganz besonders dieses. Es zeigt und erzählt Kindern auf spannende Art und mit vielen wunderschönen Illustrationen, wie Pflanzen durch Wind, mit Tieren oder mit anderen genialen Tricks "reisen" können. Ein großartiges Kinderbuch.


Vor ein paar Tagen zeigte ich auf Instagram ein Foto von unserem neuen Schmetterlings-Puzzle, das ich ihr gebastelt habe. Die Bilder dazu nahm ich aus dem Internet, pro Karte ein halber Schmetterling. Die Bilder habe ich ausgedruckt, ausgeschnitten, auf Karton geklebt und die Rückseite für mich beschriftet. Es hat einige Zeit gedauert bis ich die Namen der Arten einstudiert hatte, die Mühe hat sich jedoch ausgezahlt: sie war begeistert. Sie nimmt das Puzzle seitdem so gut wie jeden Tag vom Regal. Da mich einige gefragt haben, ob ich es zur Verfügung stellen könnte, habe ich ein paar andere Arten auch dazugesucht und mit Namen versehen und für Euch zum Herunterladen bereitgestellt. Wir haben auch ein Puzzle mit einigen einheimischen Insektenarten. Gerne könnt ihr auch dieses mitnehmen.

20.05.2015

Montessori feat. Ikea - einige neue Tipps

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Jedes Mal wenn ich dem Möbelschweden einen Besuch abstatte, finde ich dort jede Menge Inspiration. Es gibt so viele Produkte, die sich perfekt eignen um das Zuhause nach Montessori zu gestalten - passend für Kinder. Letztes Wochenende machte ich wieder einen Rundgang durch Ikea und obwohl ich vieles nicht mehr finden konnte, fand ich dafür einiges Neues, das mich auf neue Ideen brachte.

Als Randnotiz möchte ich noch hinzufügen, dass ich für diesen Beitrag nicht von Ikea gesponsert werde. Ich möchte lediglich meine Ideen mit Euch teilen.

Frisiertisch

Leider wechselt Ikea mit der Zeit sein Sortiment. Den kleinen RAST Beistelltisch findet man weit und breit in keinem der Häuser mehr an. Als eine gute Alternative fand ich jedoch den NORNÄS. Er nimmt auch wenig Platz in Anspruch und hat die passende Höhe für Kinder. Bei uns wird er gleich im Doppelpack als "Küche" verwendet, ebenso gut eignet er sich aber auch, kombiniert mit dem RYSSBY Hocker, FRYKEN Korb für Taschentücher oder Haarbürsten und mit dem  IKEA PS Spiegel, als kleiner Frisiertisch.

Schreibtisch

Lange Zeit hat Julia ein LACK Couchtisch als Schreibtisch gedient, den ich allerdings auch nicht mehr finden konnte. Jedoch einen ähnlichen Tisch, der eigentlich eine Bank ist: SIGURD. Mir gefällt es, dass die kleinen Füße unterhalb genügend Platz haben und auch die längliche Form, die genügend Platz für die Ellenbogen bietet. Als Behälter für Schreib- und Malzeug und vieles andere finde ich die DRAGAN Schachtel aus Bambus sehr praktisch. Vor allem, weil auch die Deckeln als Aufbewahrung dienen können. Den KNARRA Korb haben wir schon seit Jahren, bisweilen als Bücherkorb, einen zusätzlichen nun auch als Sammelstelle für Zeichen- und Bastelpapier. Ich finde, auf jeden Kindertisch gehören auch Pflanzen. Julia hat immer welche auf ihrem eigenen. Lange Zeit hatte sie einige Kakteen, nun sind dies vorwiegend Schnittblumen in einer kleinen Vase.

Waschtisch

Als sie den Wasserhahn im Badezimmer noch nicht erreichen konnte, hatten wir den RAST auch als Waschtisch. Eine ebenso gute Lösung ist es, als Waschtisch den MOLGER einzusetzen. Für die Schüssel kann man in das Holz ein Loch sägen. Die Emaille Kanne SOCKERÄRT (16 cm) ist bei uns nach wie vor im Einsatz. Früher diente sie beim Waschtisch, heute vorwiegend in der Küche. Für ihre kleinen Seifen benutzen wir zu Hause kleine Dip-Schälchen aus der 365+ Serie. Diesmal fand ich sie nicht mehr auf dem Regal im Möbelhaus. Als Behälter für Nagelbürste und Seife sind aber auch die STOCKHOLM Teller oder IKEA 365+ Schüssel passend.

Küche

Wir lieben unsere zwei NORNÄS Tische als "Kinderküche". Sie sind so praktisch! Sie können zu einem quadratischen Tisch, als lange Zeile oder in "L" Format zusammengeschoben werden. Auch Schneidebrett und Apfelspalter haben wir für sie von Ikea besorgt und sind restlos zufrieden. Meine neuste Entdeckung war der NIPPRIG Korb, in dem ich ihre Putzutensilien verstaut habe. Den Korb kann sie bequem tragen und ist nebenbei auch ein kleiner Hingucker. Besen und Co. könnten auf der IKEA PS Hakenleiste Platz finden. Und zum Schluss eines der Lieblingswerkzeuge von Julia: Der Handmixer. Wir haben ein altes Modell aus den 50er Jahren, doch ich denke, ebenso gut kann der JÄMFÖRLIG für mega viel Spaß in der Küche sorgen.

18.05.2015

Julia's kleine Putzecke und hausgemachte Putzmittel

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Echte Putzutensilien für Kinder in passender Größe findet man in jeder Montessori Einrichtung. Sie sind nicht nur Teil der Umgebung sondern auch Teil des Alltages. Die Kinder waschen die Tische nach der Jause und dem Mittagessen, sie fegen den Boden wenn etwas ausgeschüttet wird und wenngleich die Schulkinder aus Verantwortung, die Kinderhauskinder auch noch aus purer Freude an der Arbeit.

Es ist erstaunlich, mit wie viel Eifer ein Kleinkind solche alltäglichen Aufgaben verrichten kann. Auch hier wird liebend gerne gefegt, gewaschen, gewischt und poliert. Nicht nur, weil sie Freude daran hat, fähig und unabhängig zu sein, sondern auch, weil sie etwas wichtiges zur Gemeinschaft beiträgt. Daher hat Julia auch zu Hause eine kleine Putzecke direkt neben ihrer Küche. Diese besteht aus einer Hackenleiste an der Wand, wo Besen, Schaufel und Handbesen und Geschirrbürste hängen, unterhalb ein kleiner Metalleimer, ein Korb mit ihrer Schürze und weitere Körbe mit einigen Utensilien und selbstgemachten Putzmitteln.

Da ich nach meinem Beitrag über die Lieblingsaktivitäten meiner Tochter oft nach den Putzmittelrezepten gefragt wurde, habe ich für Euch diese zusammengeschrieben.

Unsere selbstgemachte Holzpolitur


Für diese hausgemachte und natürliche Holzpolitur habe ich 30 g Bienenwachs in einem Topf über einem Wasserbad zum Schmelzen gebracht und, vom Herd abgezogen, mit 120 g kaltgepressten Öl verrührt. Ich verwendete dazu Leinenöl statt Olivenöl, damit die Paste eine schöne gelbe Farbe bekommt.


In einem kleinen Glas hält die Paste jahrelang und lässt sich wunderbar aufs Holz auftragen. Und weil sie aus natürlichen Stoffen besteht, ist sie absolut unbedenklich für Kinder und sogar als feiner und wertvoller Lippenbalsam verwendbar.

Unsere selbstgemachte Schuhcreme


Für die Schuhcreme brauchte ich 10 g Bienenwachs, 10 gehäufte Teelöffel Lanolin (in der Apotheke erhältlich) und 60 ml Soja- oder Olivenöl. So wie bei der Holzpolitur, habe ich das Bienenwachs über einem Wasserbad in einem Topf zum Schmelzen gebracht und die restlichen Zutaten erst danach hinzugefügt.


Die Paste bleibt auch nach dem Abkühlen cremig und lässt sich mit einem kleinen Tuch wunderbar auf  den Lederschuh auftragen. Ich legte auch eine kleine Schuhbürste für Julia bereit, mit der sie die Paste in das Leder gut einreiben kann.

Unser hausgemachter Glasreiniger


Im Grunde ist das Rezept ganz simpel. Man nehme 2 Becher Wasser, 2 Esslöffel Essig und evtl. noch 20 Tropfen ätherisches Öl um den Essiggeruch zu mildern. Das Gemisch in eine kleine Sprühflasche füllen und fertig. Zum Fensterputzen gehören dazu natürlich auch ein kleiner handgerechter Fensterwischer und ein feines Tuch. Den Fensterwischer habe ich vor einiger Zeit bei 'Manufactum' bestellt, leider ist er online nicht mehr erhältlich. Zwar nicht mit Holzgriff, dafür aber passend für kleine Hände habe ich eine Alternative gefunden.

Unser hausgemachtes Geschirrspülmittel


Für das Geschirrspülmittel habe ich einen 1/2 Liter Wasser aufgekocht, vom Herd gezogen, 1 Teelöffel Natron, 1 Esslöffel Soda und 1-2 g geriebene Kernseife hineingerührt und zum Abkühlen beiseite gestellt. Das Geschirrspülmittel habe ich in eine kleine Pumpenflasche von Ikea gefüllt. Um Geschirr zu waschen gibt es dazu eine kleine Geschirrbürste und zum Trockenwischen einen kleinen Frottee-Handschuh, den ich aus einem herkömmlichen Badehandschuh passend für die kleinen Hände meiner Tochter zugeschnitten und zugenäht habe.

Sie putzt nicht jeden Tag. Aber immer wieder gerne, besonders an Wochenenden, wenn wir zu Hause sind. Dann bekommt sie oft Lust, ihren Spiegel zu putzen, den Tisch zu waschen, ihre Bausteine oder ihre Schuhe zu polieren und holt ihren kleinen Handbesen, wenn sie mit dem Spitzen ihrer Buntstifte fertig geworden ist. Und sie kann dies nur tun, weil ihr diese Putzmittel zur Verfügung stehen und weil sie weiß, wie sie diese benutzen kann.

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